PPWR mit SAP: Daten und Nachweise ordnen
Materialien, Gewichte, Lieferantendaten und Nachweise müssen zur jeweiligen Verpackung passen. Die Bradler GmbH klärt mit Ihnen, welche Informationen vorliegen und wie ein begrenzter Pilot mit SAP Responsible Design and Production aussehen kann.
Wir beginnen mit einer ausgewählten Produktfamilie. Umfang, Aufwand und technische Voraussetzungen des Piloten werden vor Beginn vereinbart.
Welche Daten gehören zu Ihrer Verpackung?
Ein Produkt kann je nach Lieferant, Werk oder Absatzmarkt unterschiedlich verpackt sein. Für den Einstieg betrachten wir eine konkrete Produktfamilie und die zugehörigen Verpackungen: zum Beispiel Karton, Einlage und Folie.
Gemeinsam prüfen wir, welche Angaben in Ihren Systemen stehen, welche vom Lieferanten kommen und wer sie fachlich bestätigt.
- Produkt und zugehörige Verpackungskomponenten mit Materialien und Gewichten
- Lieferant, Werk, Zielmarkt und gültige Verpackungsvariante
- Vorhandene Prüfberichte, Materialangaben und Lieferantenerklärungen
- Zuständige für Datenpflege, fachliche Prüfung und Freigabe
Das Ergebnis der ersten Sichtung ist eine Übersicht der vorhandenen Daten, fehlenden Nachweise und offenen Zuständigkeiten.
PPWR, EPR und Steuern klar trennen
Dieselben Verpackungsdaten können für mehrere Aufgaben gebraucht werden. Die Regeln und Ergebnisse unterscheiden sich. Im Pilot halten wir diese Aufgaben getrennt und betrachten ihre Zusammenhänge.
Die EU-Verpackungsverordnung betrifft Verpackungen und Verpackungsabfälle. Für Ihre Aufgabe klären die zuständigen Fachverantwortlichen, welche Anforderungen, Prüfungen und Nachweise relevant sind.
Die erweiterte Herstellerverantwortung umfasst unter anderem Verpackungsmeldungen und Gebühren nach dem jeweiligen System und Markt. Diese Aufgaben können mit PPWR-Anforderungen zusammenhängen; ihre Berichte sind keine Konformitätserklärung.
Für Verpackungssteuern gelten die jeweiligen nationalen Regeln. Eine steuerliche Berechnung benötigt den passenden Datenumfang und wird getrennt von einer PPWR-Konformitätserklärung betrachtet.
So kann SAP Ihren PPWR-Prozess unterstützen
SAP Responsible Design and Production ist eine zusätzliche Cloud-Lösung für Verpackungsdaten. Sie kann Informationen aus SAP- und weiteren Systemen zusammenführen und Dokumente den betreffenden Verpackungen zuordnen.
SAP beschreibt aktuell Konformitätsfunktionen für bestimmte Stoffanforderungen: Schwermetalle nach Artikel 5 Absatz 4 der PPWR sowie PFAS in Verpackungen mit Lebensmittelkontakt nach Artikel 5 Absatz 5. Auf Basis gepflegter Informationen können zuständige Nutzer Ergebnisse prüfen und Konformitätserklärungen freigeben und erzeugen.
Damit ist nicht die vollständige Prüfung sämtlicher PPWR-Anforderungen automatisiert. Welche Anforderungen gelten, ob die Nachweise ausreichen und ob eine Erklärung freigegeben wird, entscheiden die verantwortlichen Personen im Unternehmen.
Für SAP S/4HANA Cloud Public Edition dokumentiert SAP eine Anbindung über den Service Sustainability Data Integration. Welche Daten in Ihrer Landschaft nutzbar sind, welche Einrichtung nötig ist und welche Lizenzen benötigt werden, prüfen wir gesondert.
Geprüfter SAP-Dokumentationsstand: Oktober 2026. Den für Ihren Pilot verfügbaren Funktionsumfang prüfen wir vor Projektbeginn.
Systeme und Daten mit SAP Business Technology Platform verbinden
Verpackungsdaten im Überblick
Die Beispielansicht aus SAP Responsible Design and Production bündelt Verpackungsgewichte nach Materialgruppen sowie Kennzahlen zu Verpackungseigenschaften und Datenqualität.
Für den Pilot mit der Bradler GmbH grenzen wir gemeinsam ab, welche Daten für die ausgewählte Produktfamilie vorliegen, wo Angaben fehlen und welche Auswertung Ihre nächste Entscheidung unterstützt.
Die Abbildung zeigt eine SAP-Produktansicht und kein Kundenresultat der Bradler GmbH. Sie belegt weder eine vollständige PPWR-Prüfung noch eine Konformitätserklärung.
Beispielansicht aus SAP Responsible Design and Production: Verpackungsgewichte, Verpackungseigenschaften und Datenqualität.
Abbildung: SAP SE. Quelle: Produkt-Tour zu SAP Responsible Design and Production.
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SAP und SAP Responsible Design and Production sind Marken oder eingetragene Marken der SAP SE oder eines SAP-Konzernunternehmens. Erläuterung: Bradler GmbH. Urheberrechtshinweise von SAP.

Mit einer Produktfamilie beginnen
Ein Pilot soll eine konkrete Entscheidung vorbereiten. Wir grenzen gemeinsam ab, welche Verpackung, welcher Datenfluss und welches Ergebnis dafür geprüft werden.
Im Expertengespräch wählen wir eine Produktfamilie und den relevanten Verpackungsfall. Wir klären, welche Bereiche beteiligt sind, welche Systeme Sie nutzen und welche Frage der Pilot beantworten soll.
Wir sichten ein repräsentatives Datenmuster, ordnen Verpackungsteile und Belege zu und halten Lücken fest. Für fehlende Angaben und deren Prüfung benennen Sie die zuständigen Verantwortlichen.
Vor Beginn vereinbaren wir Umfang, Aufwand, Systemzugang und technische Voraussetzungen. Im vereinbarten Pilot prüfen wir den ausgewählten Daten- und Dokumentenablauf im verfügbaren Lösungsumfang.
Wir bewerten Datenzuordnung, Nachweislücken und den getesteten Ablauf. Daraus entsteht eine konkrete Empfehlung, ob und wie eine Einführung oder Erweiterung sinnvoll weitergeführt werden kann.
Worüber Sie danach entscheiden können
- Welche Daten und Nachweise für den ausgewählten Fall noch fehlen
- Welche Aufgaben und Freigaben im Unternehmen geregelt werden müssen
- Welche SAP-Funktionen und Datenwege zum geprüften Fall passen
- Welcher nächste Umsetzungsschritt fachlich und technisch sinnvoll ist
Fragen vor dem PPWR-Pilot
So klären wir Daten, Aufgaben und nächste SchritteZur Übersicht: Nachhaltigkeit mit SAP
CBAM und CO₂-Kosten mit SAP einordnen
Nein. Eine Konformitätserklärung dokumentiert eine Konformitätsbewertung. EPR-Meldungen und Verpackungssteuerberechnungen verfolgen andere Aufgaben. Sie können gemeinsame Verpackungsdaten nutzen, benötigen aber die jeweils passenden Regeln und Ausgaben.
Eine dokumentierte Anbindung bedeutet nicht, dass die zusätzliche Cloud-Lösung automatisch von Ihrem bestehenden Vertrag abgedeckt ist. Lizenzumfang, Systemvoraussetzungen und benötigte Integration prüfen wir vor einem Pilotprojekt mit Systemzugriff.
Für die erste Bestandsaufnahme kann ein repräsentatives Datenmuster genügen. SAP beschreibt auch Dateiimporte und APIs für die Lösung. Welcher Weg im vereinbarten Pilot nutzbar ist, hängt von Datenformat, Systemzugang und Konfiguration ab.
Die dokumentierten Konformitätsfunktionen decken konkrete Anforderungen ab, darunter die genannten Stoffanforderungen in Artikel 5. Die fachliche Bewertung aller zutreffenden Anforderungen und die Freigabe der Erklärung bleiben Aufgabe der verantwortlichen Personen im Unternehmen.
Hilfreich sind eine ausgewählte Produktfamilie, ein Beispiel ihrer Verpackung, eine Übersicht Ihrer Datenquellen und die beteiligten Ansprechpartner. Wir klären daraus eine realistische Pilotfrage und welche weiteren Informationen benötigt werden.
Veränderte Materialien, Zuordnungen oder Nachweise können eine erneute Prüfung auslösen. Im Pilot klären wir deshalb auch, wer Änderungen erkennt, betroffene Verpackungen zuordnet und die erforderliche fachliche Prüfung anstößt.
Welche Verpackung nehmen wir zuerst?
Schildern Sie uns Ihre Ausgangslage: fehlende Materialangaben, verteilte Lieferantennachweise oder offene Datenwege zwischen Verpackungsteam und ERP. Im Expertengespräch klären wir, was ein begrenzter Pilot beantworten soll.