Wie Sie Soziale Business Netzwerke wie LinkedIn effektiv für Ihr Recruiting nutzen

LinkedIn Schnittstelle von Microsoft Dynamics 365 for Talent

Immer mehr Arbeitssuchende nutzen das soziale Karrierenetzwerk LinkedIn. Die weltweit größte berufliche Plattform hat sich auf Fach- und Führungskräfte und Talente mit besonderen Fähigkeiten spezialisiert. Recruiter, die hochqualifizierte Mitarbeiter suchen, tun gut daran, sie ebenfalls zu nutzen. Denn dieses Business-Netzwerk gehört laut Alexa-Ranking zu den weltweit am häufigsten gelesenen Websites. Auch Microsoft ist sich den Recruitingmöglichkeiten auf der Plattform bewusst und hat deshalb eine LinkedIn Schnittstelle in Microsoft Dynamics 365 for Talent integriert.

LinkedIn: für moderne Personaler unverzichtbar

Registrieren Sie sich bei dem US-amerikanischen Karrierenetzwerk, können Sie erfolgreiche B2B-Kooperationen aufbauen, Ihr Marketing auf neue Märkte ausdehnen, Ihr Employer Branding optimieren und neue Talente rekrutieren. Da das Netzwerk international ausgerichtet ist, ermöglicht es Ihnen eine unkomplizierte Mitarbeitersuche in prinzipiell allen Regionen der Welt. Im Gegensatz zu dem auf Deutschland beschränkten Jobnetzwerk XING, konzentriert es sich ausschließlich auf Experten und spezialisierte Fachkräfte und Führungspersonal. Ist Ihre Firma europaweit oder sogar global aktiv, sollte sie dort unbedingt vertreten sein.

Je nachdem, wie viele Talente Sie im Durchschnitt pro Jahr für Ihr Unternehmen gewinnen möchten, sind Sie normales LinkedIn-Mitglied oder Premium-Kunde. Fachkräfte, die sich auf der Plattform registrieren und dort ein Karriereprofil anlegen, geben bei schriftlichen Bewerbungen ihre LinkedIn-URL in ihren Kontaktdaten an. Dann kann der suchende Betrieb es sich sofort anschauen. Außerdem können Sie als Geschäftsleitung oder Personalchef die Profile geeigneter Kandidaten über die Suchfunktion ausfindig machen. Sagen Ihnen einige Karriereprofile besonders zu, überprüfen Sie die darin angegebenen Referenzen und können so Ihre Vorauswahl einschränken. Übrigens: Das Karrierenetzwerk ist auch dann eine bewährte Lösung, wenn Sie derzeit keine Stellen zu besetzen haben.

Deutsche Unternehmer und LinkedIn-Recruiting

Für deutsche Personaler ist die schriftliche Bewerbung immer noch das wichtigste Auswahlkriterium. Aber diese reicht heute nicht mehr aus, um die passende Besetzung für den Job zu finden. Auch wenn der Bewerber über sehr gute Qualifikationen und gute Erfahrungen verfügt, muss er ins Unternehmen und ins jeweilige Team passen. Daher studieren immer mehr Personaler Bewerberprofile auf LinkedIn und XING. Außerdem gleichen sie den Eindruck, den die Kandidaten in Anschreiben und Lebenslauf hinterlassen, mit dem ihrer LinkedIn-Profile ab.

Nutzen Sie als Unternehmensleitung oder als für die Bereiche HR und Personalverwaltung Verantwortlicher das Karrierenetzwerk, sind Sie Teil einer starken Gemeinschaft: Im Jahr 2016 waren dort ungefähr 500 Millionen Nutzer registriert. Die größte Verbreitung hat es einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2018 zufolge in Europa (180 Millionen Mitglieder) und in den Vereinigten Staaten (150 Millionen). Laut einer Studie der Universität Bamberg von 2017 nutzen 11 % der deutschen Unternehmen LinkedIn zur Mitarbeiterrekrutierung (XING: 25 %). 26,6 % der befragten Bewerber suchen dort nach passenden Ausschreibungen (XING: 41,9 %).

Einen detaillierten qualitativen Vergleich zwischen LinkedIn und XING hat Tim Stuke im Blog von Hubspot für Sie zusammengefasst. Beleuchtet werden vor neben dem Recruiting auch die Bereiche Employer Branding und Leadgenerierung.

Worauf Sie als Personaler bei LinkedIn-Profilen achten sollten

Sieht ein nach Talenten suchender HR-Verantwortlicher das Karriereprofil eines Bewerbers, entscheidet er innerhalb weniger Sekunden, ob er es sich durchlesen möchte oder nicht. Erweckt es einen stimmigen und interessanten Gesamteindruck, wird er sich bestimmt länger mit ihm beschäftigen. Auch das Foto darin sagt viel über den Bewerber aus und darüber, wie er sich selbst sieht. Passt seine Pose jedoch nicht zu den Angaben im Textteil oder zu der ausgeschriebenen Stelle, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Eine Person, die sich auf dem Profilbild dynamisch-lässig gibt, passt kaum zu einem Job, in dem man Wert auf ein konservativ-korrektes Verhalten legt. Vorsicht ist sogar dann geboten, wenn Qualifikation und Soft Skills eigentlich passen würden. Professionelle Fotos mit guter Auflösung lassen Gesicht und Mimik deutlicher erkennen. Daher verraten sie oft etwas über den persönlichen Stil des Dargestellten. Hat der Bewerber kein Foto veröffentlicht, liegt es an Ihnen, ob Sie sein Profil interessant genug finden, um ihn dennoch in die engere Wahl zu ziehen.

Da LinkedIn-Profile auch weit in der Vergangenheit gelegene Jobs beinhalten, sind Personalchefs versucht, diesen eine hohe Bedeutung beizumessen. Beachten Sie aber, dass diese nur dann wichtig sind, wenn die damals erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen für die ausgeschriebene Stelle benötigt werden. Bei Kandidaten, die sich anders aufstellen möchten und diese Angaben dennoch machen, konzentrieren Sie sich besser auf die jüngere berufliche Vergangenheit. Machen Sie sich bitte bewusst, dass Onlineprofile kein Lebenslauf sind. Außerdem bilden sie nicht alle Bereiche der Bewerberpersönlichkeit ab. Mit ihnen erhalten Sie lediglich sehr brauchbare Hinweise darauf, womit sich der Betreffende in seinem beruflichen Werdegang beschäftigt hat und wo seine Interessen, Stärken und Schwächen liegen. Anfragen bei ehemaligen Arbeitgebern helfen Ihnen herauszufinden, ob der Bewerber tatsächlich so gut ist, wie er sich im Profil darstellt. Diese Referenzen müssen im LinkedIn-Profil genannt sein. Ähnliches gilt für berufliche Auszeiten, egal ob diese freiwillig oder unfreiwillig genommen wurden. Hat der Kandidat eine zwangsweise auferlegte Auszeit genutzt, um sich weiterzubilden oder beruflich neu zu orientieren, sollten Sie dies positiv bewerten.

Hat er seinen Job häufiger gewechselt, ist das im Unterschied zu früheren Zeiten kein Makel. Wichtig ist nur, dass er dafür nachvollziehbare Gründe angeben kann. Achten Sie bei Jobwechseln nicht nur auf die dafür genannten Gründe, sondern eher darauf, in welche Firmen der Kandidat wechselte und ob Sie darin ein bestimmtes Muster erkennen. Auch wenn die Hard Skills für die bestmögliche Stellenbesetzung entscheidend sind: Beurteilen Sie als Personalleiter noch zusätzlich die Ziele, die der Bewerber mit seinen derzeitigen Fähigkeiten erreichen kann und möchte. Seien Sie aber bitte vorsichtig im Umgang mit Selbstbeschreibungen: Kein Jobsuchender würde sich in seinem Karriereprofil nicht als motiviert, offen, innovativ und teamfähig beschreiben. Versuchen Sie daher eher, aus den anderen Informationen herauszulesen, welche Persönlichkeitsmerkmale er möglicherweise hat.

Wie Sie Ihr Unternehmen bestmöglich darstellen

Personen, die ein LinkedIn-Profil haben, informieren sich in dem Business-Netzwerk über mögliche spätere Arbeitgeber. Um sich von konkurrierenden Firmen abzuheben, sollten Sie dort Ihr Employer Branding bestmöglich darstellen. Denn nur so können Sie als modernes zukunftsfähiges Unternehmen eine größere Anzahl hochqualifizierter Bewerber anlocken. Da diese eine authentische Darstellung erwarten, die von der schlichten Auflistung freier Stellen auf Ihrer Firmenwebsite abweicht, sollten Sie bei der Erstellung Ihres LinkedIn-Unternehmensprofils auf folgende wesentliche Punkte achten:

  • Beschreiben Sie Ihre Firma in nur drei Absätzen und verwenden Sie dabei ganze Sätze. Aufzählungspunkte wirken in sozialen Netzwerken unkommunikativ.
  • Nutzen Sie das Über-uns-Feld für eine Kommunikation mit Ihren Besuchern. Beantworten Sie für eine lebendige, interessante Firmendarstellung Fragen danach, wie Ihre Produkte/Leistungen den Menschen helfen. Schildern Sie den Arbeitsalltag in Ihrem Betrieb und wie die Zusammenarbeit bei Ihnen funktioniert.
  • Aktualisieren Sie Ihre Stellenangebot-Seite regelmäßig, da Ihre Bewerber sofort über die neuen freien Stellen informiert werden. Personen, die wechselwillig, aber aktuell noch nicht auf Jobsuche sind, erhalten so ebenfalls schnell Nachricht. Und vergessen Sie bitte beim Updaten die Nennung des Ansprechpartners nicht.
  • Bauen Sie sich durch regelmäßige Beiträge eine Community auf, mit der Sie ständigen Kontakt halten. Follower, die auf Jobsuche sind, werden sich dann zuerst mit Ihrer Seite beschäftigen.
  • Erstellen Sie ein ansprechendes und vollständiges LinkedIn-Profil mit hochauflösenden Bildern in Ihrem Corporate Design. Füllen Sie dieses mit interessanten Berichten, die einen guten Einblick in Ihr Unternehmen, die Arbeitsatmosphäre und Ihre Firmenkultur geben. Stellen Sie unter Unternehmenskultur mehrere Videos ein, die Ihre Firma und Szenen des Arbeitsalltags zeigen. Berichten Sie von erfolgreich beendeten Projekten. Und lassen Sie Ihre Mitarbeiter sachlich, aber menschlich ansprechend Themen erörtern.
  • Posten Sie regelmäßig, nachdem Sie Ihr Profil eingestellt haben. Bei kleineren Firmen reichen drei Beiträge pro Woche aus, um bei den Followern obenauf zu sein. Großunternehmen sollten mindestens einmal täglich Posts einstellen. Gut geeignet sind Erfolgsgeschichten Ihrer Mitarbeiter und die Präsentation Ihrer Angestellten bei der Tätigkeit. Lassen Sie diese erläutern, was sie am meisten an der Arbeit in Ihrem Unternehmen mögen.
  • Bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, öfter Kommentare abzugeben: Der LinkedIn-Algorithmus zieht Kommentare den Likes vor.
  • Verzichten Sie aber möglichst auf persönliche Meinungen.
  • Analysieren Sie Ihren LinkedIn-Auftritt regelmäßig. So sehen Sie, bei wie vielen Personen die Beiträge auf der Startseite erscheinen und wie oft diese auf welche Posts reagieren.
  • Erstellen Sie als Recruiter Ihr eigenes Profil und stellen Sie dort ebenfalls wichtige Firmennews ein.
  • Beachten Sie die von Experten empfohlene 70/20/10-Regel: 70 % der Posts beziehen sich nur auf das Business, 20 % der Mitarbeiterbeiträge sind ebenfalls unternehmensbezogen und mit Fotos illustriert und 10 % der Mitarbeiter-Posts sind professionell, aber persönlich.
  • Um die Reichweite Ihres LinkedIn-Auftritts zu erhöhen, schreiben Sie und Ihre Mitarbeiter Ihren Firmennamen besser stets mit Hashtag. So erscheinen die Beiträge durchgängig auf der Startseite Ihrer Follower.
  • Nutzen Sie einen selbst entworfenen und einzigartigen Hashtag, dem andere Mitglieder folgen und den sie selbst verwenden können. So erhöhen Sie den Wiedererkennungswert Ihres Unternehmens.

Social Media Recruiting wird neben den klassischen Business Netzwerken auch gerne auf anderen Plattformen praktiziert. Was es bei Facebook, Twitter und Co. zu beachten gibt, erklärt Ihnen Caroline Wagner auf dem Blog von Softgarden.

Microsoft Dynamics 365 for Talent und sein LinkedIn-Recruiter

Arbeiten Sie als Personalchef mit der cloudbasierten HR-Lösung Microsoft Dynamics 365 for Talent, können Sie seine integrierte LinkedIn-Schnittstelle optimal für Ihr Social Media Recruiting nutzen. Zuvor müssen Sie allerdings noch eine LinkedIn-Unternehmensseite angelegt haben. Die Schnittstelle in Microsoft Dynamics 365 for Talent ermöglicht Ihnen

  • Das zielgerichtete Platzieren Ihrer Stellenanzeigen: Nur die Personen, die die von Ihnen definierten Kriterien erfüllen, werden auf der gesamten Plattform und per E-Mail über die freien Stellen informiert.
  • Ein einfaches Verwalten Ihrer Talente: Sie können die Bewerber gut überprüfen und umgehenden Kontakt zu ihnen aufnehmen.
  • Eine reibungslose Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern Ihres Einstellungsteams. Dafür teilen Sie einfach die Bewerberprofile und Interviewbewertungen mit diesen.
  • Das Festsetzen von Interviewterminen aus dem System heraus, wobei die Verfügbarkeit der jeweiligen Mitarbeiter automatisch berücksichtigt wird.
  • Die automatische Benachrichtigung der Kandidaten über die Interviewtermine.
  • Eine Echtzeitanalyse der Ergebnisse Ihrer Anzeigenschaltung.
  • Das unkomplizierte Aufsetzen von Stellenangeboten: Sie geben einfach die erforderlichen Daten über Ihr Unternehmen, den Job und die zu erfüllenden Anforderungen ein. Außerdem können Sie Ihr Recruiter-Profil in die Stellenanzeigen einblenden lassen.
  • Eine genaue Kontrolle Ihrer Recruitingkosten: Sie legen einfach Ihr tägliches Budget fest und bezahlen nur für tatsächliche Klicks auf Ihr LinkedIn-Jobangebot.
  • Den Aufbau eines Talentpools: Der neue Pipeline Builder lässt die schnelle Besetzung mehrerer ähnlicher Vakanzen zu. Interessierte Bewerber klicken einfach auf den Button unter dem personalisierten Jobangebot. Sie als Mitarbeiter der Personalverwaltung bekommen dann umgehend deren LinkedIn-Bewerberprofil zugeschickt.
  • Dank ihrer neuen Funktion Karriereseiten die persönliche Kommunikation mit Ihren Bewerbern.

Der LinkedIn-Recruiter lässt sich leicht in Microsoft Dynamics 365 for Talent integrieren und führt sämtliche Onlineunterlagen, die Sie als Personalmanager benötigen, an einer einzigen Stelle zusammen. Das Kandidatenprofil lässt sich unkompliziert importieren, sodass Sie sofort alle wichtigen Informationen zur Hand haben. Als Geschäftsführer können Sie sich in Microsoft Dynamics 365 for Talent anzeigen lassen, wie weit das Recruiting bereits fortgeschritten ist. Da Sie über Ihre vorhandenen Mitarbeiter ebenfalls LinkedIn-Profile anlegen können, erleichtern diese Ihnen die spätere Karriereplanung.

Wir von der Bradler GmbH sind auf IT- und Softwarelösungen für den Mittelstand spezialisiert. Da wir Microsoft Dynamics 365 for Talent in unserem Unternehmen selbst einsetzen und von seiner großen Nutzerfreundlichkeit und ganzheitlichen Verwendbarkeit überzeugt sind, bieten wir es Ihnen als limitiertes Kick-Start Paket zum Vorteilspreis an. Wir implementieren Ihnen die Basisfunktionen von Microsoft Dynamics 365 for Talent innerhalb von drei Tagen, sodass Sie sie umgehend nutzen können. Das Paket umfasst bis zu 10 Entitäten bei Attract, Onboard und Core HR. Das sind beispielsweise 10 Schritte im Onboarding-Leitfaden. Weitere Informationen finden Sie hier:

Microsoft Dynamics 365 for Talent
Kick-Start Implementierung

Innerhalb von drei Tagen implementiert und direkt nutzbar. Von erfahrenen Experten, individuell und professionell für Ihr Unternehmen eingerichtet.

2018-12-11T14:06:21+00:0025. 10. 2018|Aktuelles|