Was ist Mitarbeitern im Unternehmen wichtiger? Gutes Gehalt oder eine individuelle Förderung?

Zufriedene Mitarbeiter leisten deutlich mehr und haben eine positive Ausstrahlung. Diese wirkt auf Kollegen motivierend und auf Kunden anziehend. Daher sind Betriebe mit zufriedenen Arbeitskräften auch erfolgreicher als solche, die nichts für ihre Mitarbeiter tun. Dennoch haben leider immer noch viele Beschäftigte Arbeitsbedingungen, die sie dazu veranlassen, nach kurzer Unternehmenszugehörigkeit zu kündigen. Mit Microsoft Dynamics 365 for Talent behalten Sie immer den Überblick über notwendige Weiterbildungen und bestehende Qualifikationen und können so ihre Mitarbeiter effektiv fördern.

Mitarbeiter fördern: gutes Gehalt ist nicht alles

Vergleicht man die modernen Young Professionals mit der Arbeitnehmergeneration vor den 1980er-Jahren, stellt man große Unterschiede fest. Während es für die älteren Beschäftigten vor allem darauf ankam, die eigene Existenz durch einen gut bezahlten Job zu sichern, reicht das den jungen Arbeitnehmern von heute nicht mehr aus: Sie erwarten von ihrer Arbeitsstelle mehr als nur eine gute Bezahlung. Eine Anfang 2017 von der ManpowerGroup Deutschland durchgeführte Studie zeigt, dass die Ära der selbstherrlichen Vorgesetzten endgültig vorbei ist. Die Befragung von 1.018 deutschen Arbeitnehmern ergab, dass es 91 % der Studienteilnehmer für wichtig halten, dass ihr Vorgesetzter sie und ihre Arbeit schätzt. Eine ähnliche Anzahl von ihnen hält ein regelmäßiges Feedback für wünschenswert. Für 88 % der Befragten ist es außerdem wichtig, dass der direkte Vorgesetzte auch ein privates Interesse an ihnen zeigt und gegebenenfalls auf private Dinge Rücksicht nimmt. 88 % der Teilnehmer gaben an, dass sie in ihrem Job mehr Verantwortung haben möchten. 86 % halten es für notwendig, dass der Vorgesetzte für seine Mitarbeiter als Mentor fungiert. Außerdem sollte er die Unternehmensvision bestmöglich vermitteln können (78 %). Die Förderung des Wir-Gefühls über regelmäßige Teamveranstaltungen ist jedoch nur für 64 Prozent der befragten Studienteilnehmer wichtig.

Dass eine solche die Mitarbeiterzufriedenheit fördernde Unternehmenskultur in nur wenigen deutschen Unternehmen praktiziert wird, zeigt die Tatsache, dass sich 46 % der Befragten innerhalb eines Jahres einen neuen Job suchen möchten. Für mehr als jeden fünften Arbeitnehmer ist der Hauptgrund dafür eine zu schlechte Bezahlung. 17 Prozent nennen mangelnde Wertschätzung und 14 % ein belastetes Arbeitsklima als Gründe für den Jobwechsel. Dass fast die Hälfte aller Angestellten mit ihrem Job nicht zufrieden ist, sollte dem deutschen Management zu denken geben. Auch der Dienstleister Suite&Co fand heraus, dass sich die Ansprüche der Arbeitnehmer heute von den vor zehn Jahren genannten unterscheiden: Der Beschäftigte von heute möchte sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlen. Das impliziert auch ein Gefühl der Sicherheit. Die Nutzung teurer Firmenwagen und anderer prestigeträchtiger Benefits ist hingegen nicht mehr so interessant wie früher. Als wesentlich wichtiger bewerten die befragten Mitarbeiter ein positives Verhältnis zum Vorgesetzten und einen guten menschlichen Zusammenhalt im Betrieb. Dazu gehören für die Interviewten beispielsweise Lob für gute Arbeitsleistungen und Hilfe beim Umzug auf einen anderen Arbeitsplatz. Doch es gibt noch mehr, was Sie als HR-Entscheider oder Mitarbeiter der Personalverwaltung für eine engere Bindung der Arbeitnehmer an Ihr Unternehmen tun können.

Eine breit angelegte Studie des internationalen Personaldienstleisters Robert Half kommt zu weiteren interessanten Erkenntnissen. Er befragte 23.000 Beschäftigte in acht Ländern darüber, wie sie Glück am Arbeitsplatz definieren. Hier die Ergebnisse: Am glücklichsten in ihrem Job sind Führungskräfte. Eine gute innerbetriebliche Kommunikation ist für die Befragten ebenfalls mit einer hohen Zufriedenheit am Arbeitsplatz verbunden. Diese beginnt übrigens schon bei einer klaren Formulierung des Jobangebots: Kann der Recruiter nicht genau genug beschreiben, wen er eigentlich sucht, wird der eingestellte Kandidat vermutlich eine ähnlich vage Kommunikation im Betrieb vorfinden. Außerdem ist Sinnhaftigkeit essenziell, damit man das Beste im Job gibt: Arbeitnehmer, die sich nicht mit ihrem Aufgabengebiet und ihrem Team identifizieren können, ziehen sich schnell innerlich zurück. Das wiederum können Sie als für den HR-Bereich Verantwortlicher nur verhindern, indem Sie Aufgaben, Prozesse und Entscheidungen für Ihre Mitarbeiter gut nachvollziehbar machen. Dadurch erkennen diese, dass jede Tätigkeit im Unternehmen wichtig ist. Selbstbestimmtes Arbeiten nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert ein: Zeigen Sie daher als Vorgesetzter, dass Ihnen genau das am Herzen liegt und geben Sie kein oberflächliches, lediglich freundlich gemeintes Feedback, sondern seien Sie dabei ehrlich. Und sagen Sie Ihren Talenten auf den Kopf zu, wenn Sie noch mehr Potenzial in ihnen sehen. Sind diese dann an einer Fortbildung interessiert, sollten Sie Ihre Mitarbeiter unterstützen.

Wie deutsche Firmen ihre Mitarbeiter fördern

In der ManpowerGroup Befragung gaben 39 % der deutschen Beschäftigten an, dass sie regelmäßig an betrieblichen Fortbildungen teilnehmen. Nahezu vier von zehn Mitarbeitern hatten eine flexible Arbeitszeit. Diese positiven Ansätze zeigen, dass es Betriebe gibt, deren HR-Verantwortliche die große Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit erkannt haben. Als besonders innovativ zeigen sich Firmen, die manchen ihrer Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice erlauben: Diese Arbeitsweise nannten 23 % der befragten Arbeitnehmer (2016: 14 %). Als besonders motivierend empfinden sie es, wenn die betriebliche Mitarbeiterförderung familienfreundlich gestaltet ist: Jeder dritte Befragte gab an, derart attraktive Arbeitsbedingungen zu haben. Auch wenn es mittlerweile viele klare Aussagen darüber gibt, was deutsche Arbeitnehmer von ihrem Job und ihrem Arbeitgeber erwarten, kommen diese Vorstellungen nur schlecht bei HR-Managern an: Die internationale branchenübergreifende Mercer Global Talent Trends Study 2017 zeigt, dass die meisten der interviewten Personalchefs von ihrer eigenen Personalentwicklungsstrategie überzeugt sind. Dass sie dazu keinen Grund haben, beweist die Aussage der befragten Mitarbeiter: Sie haben nämlich kein Vertrauen in deren Karriereplanung. Denn obwohl viele von ihnen mehrmals um flexible Arbeitsbedingungen gebeten und auch ihre unmittelbaren Vorgesetzten diese befürwortet hatten, gewährten die Personaler ihnen diese nicht. Außerdem zeigten die HR-Manager keine Offenheit gegenüber innovativen Arbeitsverhältnissen jenseits von Vollzeit, Teilzeit und Homeoffice. Ernüchternde Bilanz: Für deutsche Personalchefs ist die Veränderung der Unternehmensorganisation in Hinblick auf mehr Mitarbeiterflexibilität kein vordringliches Thema.

Vor allem die zwischen 1980 und 1999 geborene Arbeitnehmergeneration (Millenials) stellt hohe Anforderungen an die Arbeitgeber. Da sie über eine ausgezeichnete berufliche Bildung verfügen, haben drei von vier dieser High Potentials diese Erwartungen auch an ihren zukünftigen Job. Können sie sich in einem Unternehmen nicht ständig weiterentwickeln, wandern sie zur Konkurrenz ab. Um dieses Schreckensszenario nicht immer wieder zu erleben, haben sich vorzugsweise Großkonzerne auf diese Arbeitnehmergruppe eingestellt: Sie erhält interne Schulungen, Coachings und externe Seminare als Fortbildung. Davon profitieren natürlich auch die langjährigen Mitarbeiter der jeweiligen Betriebe. Sie werden so zu hochqualifizierten Arbeitskräften weitergebildet. Kleinbetriebe und mittelständische Firmen investieren hingegen nur wenig in die Karriere ihrer Beschäftigten. Sie sagen, Weiterbildungen seien ihnen zu teuer. Außerdem würden die Mitarbeiter während der Schulung als Arbeitskraft fehlen. Viele Personaler sehen darin auch keinen konkreten Vorteil für das Unternehmen, eine Einstellung, die sich in Zukunft als fatal erweisen könnte. Das beweist nicht nur die hohe Mitarbeiterfluktuation in diesen Firmen.

Personalentwicklung heute

Gute Personalleiter und Vorgesetzte wissen, dass die heutige betriebliche Karriereplanung deutlich von der früherer Zeiten abweicht. Da noch vor zehn oder zwanzig Jahren größere Mitarbeitergruppen dieselbe oder ähnliche Tätigkeiten ausübten, konnte man diese zusammen zur Schulung schicken. Das galt vor allem für die Bereiche Verwaltung und Produktion. Derartige Gruppenschulungen waren recht kostengünstig und mit geringem organisatorischem Aufwand verbunden. Heute funktioniert diese Vorgehensweise nicht mehr. Schuld daran sind die flachen Hierarchien junger Unternehmen, Arbeitsbereiche, die nicht mehr klar von anderen abgegrenzt werden können und natürlich die netzwerkähnliche Struktur der innerbetrieblichen Zusammenarbeit. Erschwerend kommt hinzu, dass vor allem jüngere hochqualifizierte Mitarbeiter eine andere Mentalität haben als die Generationen vor ihnen. Für sie ist der Job nicht mehr nur Mittel, sich selbst und die Familie zu ernähren. Ihre Loyalität ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Daher sollten ihre Fortbildungen genauso individuell wie die Mitarbeiter selbst sein. Dies stellt konventionell denkende Personaler vor enorme Probleme. Denn sie müssen sie entsprechend ihren eigenen Vorstellungen und individuellen Potenzialen fördern, um sie nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Wie Sie die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter richtig einschätzen und weiterentwickeln sowie effektive Schulungen gestalten können, haben die Kollegen von Certqua in ihrem Blog für Sie festgehalten.

Microsoft Dynamics 365 for Talent für effiziente Mitarbeiterförderung

Die moderne Softwarelösung Microsoft Dynamics 365 for Talent hilft Ihnen als Personalleiter oder Vorgesetzter, das Potenzial Ihrer Mitarbeiter schneller zu erkennen und zu steigern. Außerdem unterstützt Sie die innovative digitale Lösung dabei, die Umsetzung der individuell getroffenen Zielvereinbarungen regelmäßig zu überprüfen. Da Ihnen die geförderten Mitarbeiter Feedback geben, wissen Sie als Personalverantwortlicher außerdem, ob diese über- oder unterfordert oder aber mit ihrer Schulungsmaßnahme zufrieden sind. Beziehen Sie ihre persönlichen Stärken und Vorlieben in ihre Karriereplanung ein, erhalten Sie im Gegenzug loyale Arbeitnehmer, die Ihr Unternehmen wirtschaftlich voranbringen. Außerdem können Sie sie dann dort einsetzen, wo sie ihren Job noch besser machen. Motivationsförderndes Loben guter Arbeitsleistungen über Instant Feedback ist mit Microsoft Dynamics 365 for Talent ebenso möglich wie das Aufrufen bisheriger Leistungen durch den Mitarbeiter selbst. Die intelligente Software ermöglicht Ihnen eine bessere Strukturierung der betrieblichen Personalverwaltung und verringert so den üblicherweise anfallenden Verwaltungsaufwand. Sie als Teamleiter oder HR-Manager haben jederzeit einen umfassenden Überblick darüber, in welcher Phase ihrer beruflichen Weiterentwicklung sich Ihre Mitarbeiter gerade befinden. Sie erhalten aussagekräftige Informationen in Echtzeit, die übersichtlich dargestellt und daher leicht nachzuvollziehen sind.

Funktionen von Microsoft Dynamics 365 for Talent Core HR

Core HR heißt die App von Microsoft Dynamics 365 for Talent, die Sie bei der individuellen Karriereplanung unterstützt. Sie ermöglicht es Ihnen, die Leistungen Ihrer Mitarbeiter zu verfolgen und auch mögliche Probleme rechtzeitig zu identifizieren. Sie speichern in ihr die gemeinsam mit den Mitarbeitern definierten Zielvereinbarungen. Anhand der von Ihnen erstellten Leistungsprotokolle haben Ihre Arbeitskräfte jederzeit Einblick in den aktuellen Stand ihrer persönlichen Entwicklung. Über die Feedbackfunktion geben Sie guten Mitarbeitern ein Lob und nützliche Tipps via E-Mail. Diese wiederum haben darüber die Möglichkeit, mit Ihnen wichtige Fragen zu diskutieren und Ihnen Probleme mitzuteilen. So können Sie im Bedarfsfall schnell Gegenmaßnahmen einleiten. Die Microsoft Dynamics 365 for Talent App umfasst die drei Bereiche

  • Leistungserfassung
  • Vereinbarung von Zielen
  • Leistungsbeurteilung

In der Leistungserfassung von Microsoft Dynamics 365 for Talent Core HR dokumentieren Ihre Beschäftigten Ereignisse und Ziele, die ihnen während des Überprüfungszeitraums weiterhelfen. Sie selbst hinterlegen dort zu erledigende Aktivitäten, die Voraussetzung für das Erreichen eines bestimmten Ziels sind. Sie und Ihre Arbeitnehmer erfassen die erzielten Leistungen in getrennten Segmenten (ESS, MSS) und können sie dann für die Gegenseite freigeben. Dieser Bereich enthält außerdem die Funktion Lob. Verschicken Sie darüber ein Lob, erhält der betreffende Mitarbeiter nicht nur Ihre Wertschätzung: Auch Kollegen, mit denen er zu tun hat, erfahren davon. Unter Leistungsziele stellen Ihre Mitarbeiter die mit Ihnen abgesprochenen Zielvereinbarungen ein. Sie werden mit einem Kurznamen, einem Start- und Abschlussdatum und einer längeren Beschreibung gespeichert. Wer mag, hinterlegt noch eine Zielkategorie. Auf diese Informationen haben der Mitarbeiter und sein unmittelbarer Vorgesetzter Zugriff. Auch hier können beide Seiten die Kommentarfunktion nutzen. Außerdem lassen sich dort Zertifikate einstellen. In der Rubrik Leistungsbeurteilungen geben Mitarbeiter und Vorgesetzte kurze Kommentare oder längere Beurteilungen ab und können Messungen erstellen. Die Kursfunktion der Microsoft Dynamics 365 for Talent Core HR App dient zur Verwaltung von Informationen zu den im Unternehmen angebotenen Schulungen. Sie als Personalleiter definieren

  • Kurstypen
  • Kursorte
  • Kursgruppen
  • Kursräume
  • Kursleiter

und halten weitere wichtige Daten wie Registrierungsfristen und niedrigste und höchste Teilnehmerzahl fest. Außerdem erfassen Sie dort die jeweiligen Kursteilnehmer. Darüber hinaus haben Sie bei Core HR von Microsoft Dynamics 365 for Talent die Möglichkeit, anhand stets aktueller Mitarbeiterprofile hochleistungsfähige Teams zusammenzustellen und Lohn- und Vergütungsdaten einzugeben. Übrigens: Die praktische App wird laufend um neue Funktionen erweitert.

Weitere Informationen zu Microsoft Dynamics 365 for Talent und dem speziellen Kick-Start Pakets finden Sie hier:

Microsoft Dynamics 365 for Talent
Kick-Start Implementierung

Innerhalb von drei Tagen implementiert und direkt nutzbar. Von erfahrenen Experten, individuell und professionell für Ihr Unternehmen eingerichtet.

2018-12-11T13:32:29+00:0023. 10. 2018|Aktuelles|